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Gehmeditation - Meditative Spaziergänge Herbst 2021

Achtsames Gehen führt uns in den Augenblick, lässt uns zur Ruhe und in unsere Mitte kommen. Mit jedem bewussten Schritt schenken wir Körper und Geist Frieden und Entspannung. 

Gehmeditation in der Natur – die Schritte wahrnehmen, den Atem fühlen, der scheinbar wie von selbst kommt und geht. Ohne Eile durch die Natur spazieren, dem Vogelgesang, dem Wind in den Bäumen, dem Plätschern eines Baches, dem Summen der Insekten und der Stille lauschen. Die Aufmerksamkeit auf die Weite und den Frieden lenken, die immer da sind sobald unser Geist zur Ruhe kommt. Schauen und dabei sein, 'sich verzaubern lassen'. Offen und neugierig ohne die Dinge benennen oder bewerten zu müssen, ganz in diesem Augenblick ... 

Das laufende Angebot dazu finden Sie bei den Terminen.

Zwei Meditationen, die sich besonders gut zum Einstieg eignen.

Waldlandschaft mit Fluß in Bali

Bewusste Atem – Meditation (eine der Haupttechniken in der buddhistischen Tradition)

 

Die Atem-Beobachtung ist eine der einfachsten und gleichzeitig wirksamsten Meditationstechniken:

Wir suchen uns einen ruhigen, bequemen Platz, setzen uns hin und lassen unser Gewicht in den Boden sinken. Wenn es angenehmer ist, können wir die Meditation auch im Liegen durchführen. Wir können das bewusste Atmen auch üben, wenn wir stehen gehen oder sogar beim Laufen.

Wir atmen in einem freien, natürlichen Rhythmus, beeinflussen den Atem nicht, sondern beobachten ihn nur. Wir beobachten nur unseren Atem, entspannen unsere Muskeln, halten an nichts fest, lassen alles los, bleiben nur bei unserem Atem.
Es gibt keine besondere Atemtechnik zu beachten, wir atmen natürlich und langsam. Wir beobachten unseren Atem anhand der durch die Nase in den Körper einströmenden Luft oder anhand des Hebens und Senkens, der Bauchdecke oder der Atemempfindung im ganzen Körper.
„Ich atme friedvoll und ruhig ein – ich atme friedvoll und ruhig aus.“ Wir können unsere Atemzüge auch zählen, um bewusst bei der Atmung zu bleiben. Wir zählen zum Beispiel jedes Ausatmen von 1 bis 10 dann beginnen wir wieder von vorne.
Gerade durch die Atembeobachtung können wir uns immer wieder ganz in den gegenwärtigen Moment holen. Sich des Atems bewusst zu sein ist bereits Achtsamkeit.

 

„Lang ein- und ausatmend weiß ich, dass ich lang ein- und ausatme. Kurz ein und ausatmend weiß ich, dass ich kurz ein- und ausatme. In den ganzen Körper rundherum hineinspürend, werde ich einatmen. In den ganzen Körper rundherum hineinspürend, werde ich ausatmen.“ Daraus resultiert: „Alles Körpergeschehen zur Stille führend werde ich einatmen. Alles Körpergeschehen zur Stille führend werde ich ausatmen.“

Buddha

 

 

 

Buddhistische Gebetsfahnen im Wind vor blauem Himmel

Herzensvisualisierung (Variante der Metta-Meditation aus dem tibetischen Buddhismus).

 

In dieser Meditation üben wir uns darin, allen Lebewesen, einschließlich uns selbst, mit einer friedvollen und freundlichen Haltung zu begegnen.
Wir wählen für diese Meditation eine bequeme Haltung, entweder im Sitzen oder im Liegen, wie es sich in diesem Moment besser anfühlt. Erlaube deinem Körper und deinem Geist zur Ruhe zu kommen und lenke dann deine Aufmerksamkeit ganz entspannt auf deinen Atem.
Wenn wir merken, dass unser 'Alltags-Geist' langsam zur Ruhe kommt, gehen wir mit unserer Aufmerksamkeit zum Raum unseres Herzens und stellen uns auf Höhe des Herzens eine leuchtende Instanz vor, ein Symbol oder ein Bild, das für uns Herzensgüte und Mitgefühl ausdrückt. Das kann entweder ein traditionelles Symbol aus dem Buddhismus sein, z.B. ein leuchtender, goldener Buddha, Guanyin – die Göttin der unendlichen Barmherzigkeit, die Grüne oder die Weiße Tara, ein blinkender weißer oder regenbogenfarbiger Diamant ...
Möglich ist es natürlich auch ein Bild aus der eigenen Tradition zu verwenden, Maria, Jesus oder irgend ein anderes Bild, das für uns Mitgefühl und liebende Güte darstellt. Dieses Bild visualisiert man und lässt Herzenswärme und Licht ausstrahlen, bis schließlich unser ganzer Körper davon erfüllt ist. Wir können dieses Licht dann auch über die Grenzen des Körpers hinaus in den Raum strahlen lassen, wenn sich das für uns in diesem Moment passend anfühlt. Diese Meditation führen wir ganz entspannt und ohne große Erwartungen durch. Wir können uns der immer in uns vorhandenen Herzensgüte bewusst werden und unser Gewahrsein dafür stärken, eine wohlwollende Haltung und auch ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass wir uns selbst und auch andere bedingungslos akzeptieren können, samt allen vielleicht vorhandenen Schwächen oder Fehlern. Am Ende der Meditation lassen wir alle Visualisation los, gehen mit der Aufmerksamkeit noch für ein paar Momente zu unserem Atem und zu unserem Körper.

 

„Betrachte die Welt als dein Selbst, habe Vertrauen zum Sosein der Dinge, liebe die Welt als dein Selbst; dann kannst du dich um alle Dinge kümmern.“

Laotse