Texte

Teich und Berge, Peter's Pool Neuseeland

 „So wie der Grund eines Sees deutlich sichtbar wird, wenn die Wellen an der Oberfläche sich legen, so kann das wahre Selbst wahrgenommen werden, wenn sich die Erscheinungsformen des Geistes legen.“

Swami Sivananda

 

Strand auf Flores, die Welle ist das Meer

 „Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.“

Jiddu Krishnamurti

 

Wiese und Bäume im Wienerwald, Gehmeditation in der Natur

 „Das wahre Wunder besteht nicht darin,
auf dem Wasser zu wandeln,
sondern auf der Erde zu gehen.“

Thich Nhat Hanh 

 

 

 

Johnsbach im Gesäuse, Ruhe und Erholung in den Bergen

Meditation –

Im Hier und Jetzt sein, nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft, nicht in Gedanken. 

Innehalten und achtsam wahrnehmen was in und um uns vorgeht.

Gedanken, Gefühle und Empfindungen ganz bewusst erleben, ohne eine Bewertung daran zu hängen.

Es geht weniger, darum etwas zu erreichen, sondern darum loszulassen, was zwischen uns und dem gegenwärtigen Moment steht (Konzepte, Konditionierungen, Erwartungen und Vorstellungen).

Zu sehen was jetzt ist, „Es ist einfach so“.

Dem Leben mit einer liebevollen, annehmenden Haltung begegnen, mit dem Leben mitgehen wie ein großer Fluss und die Stille und Weite in uns zu erfahren und daraus Kraft schöpfen und Frieden finden. Das eine in allem...

Teich im Naturpark Seebenstein, die Stille eines Sommertages

 „Morgens die Sonne erwarten,

abends die Nacht.

Sonst Nichts!

Das ist alles.“
Peter Altenberg

 


Abendliche Wolkenstimmung und eine schneebedeckte Bergkette in Neuseeland
„Lass den Himmel sich auf der Erde widerspiegeln,
auf dass die Erde zum Himmel werden möge.
Rumi
Strand auf Bali

Durch eine regelmäßige Meditationspraxis und die Erfahrung, dass unser Denken leiser werden kann und zwischen den Gedanken Pausen sind, in denen wir die Stille und den Raum um unsere
Gedanken und Gefühle wahrnehmen können, stärken wir unser Bewusstsein für das Unveränderliche in uns.

 

Sonne beim Türkensturz, in die Stille gehen und Kraft tanken

„Was du suchst, ist das, was sucht.“

Franz von Assisi

 

Wolken, blauer Himmel und grenzeknose Weite, Prigglitz im südlichen Niederösterreich

Offen, weich und entspannt können wir in dieser meditativen Haltung alles wahrnehmen, was auftaucht und wieder vergeht. Dieses in sich ruhende Bewusstsein bleibt immer gleich, genauso wie der Himmel. Wolken tauchen auf und verschwinden wieder, der Himmel bleibt davon in seiner unendlichen Weite unberührt.

 

Meditation an der Donau bei Rossatz-Arnsdorf

„You will always find an answer in the sound of water.“

Zhuangzi

 

 


 

 

 

Indonesien Pflanzenschmuck

In den Alltag stille, achtsame Momente einzubauen hilft uns die meditative Haltung immer mehr in unserem Leben zu verankern. Innehalten, den Boden unter den Füßen spüren, den Himmel über unserm Scheitel wahrnehmen, einen Moment die Augen schließen und den Geräuschen um uns lauschen …

Diese kurzen Momente der Präsenz helfen uns, aus den Automatismen herauszukommen und verleihen eine innere Festigkeit.

 

Großer Buchstein von Johnsbach aus, Achtsame Momente in den Bergen

„Offene Weite, nichts von heilig."

Bodhidharma

 

Mann auf einem Boot, Mekong Delta

Ein zentraler Punkt in der Meditation ist es, die richtige Mischung zwischen Entspannung und Wachheit zu finden, zwischen Achtsamkeit und Konzentration. Sowohl unsere körperliche als auch unsere geistige Haltung sollten einerseits Gelassenheit aber auch eine gewisse Ernsthaftigkeit ausdrücken, der mittlere Weg.

 

Kastanienallee im Park von Schloss Greillenstein, Waldviertel

„Wenn die Tore der Wahrnehmung gereinigt sind wird alles so erscheinen wie es ist: unendlich."

William Blake

 

 

Gehmeditation in der Natur, Kamptal in der Nähe vom 'Öden Schloss'

Gehmeditation in der Natur – die Schritte wahrnehmen, den Atem fühlen, der scheinbar wie von selbst kommt und geht. Ohne Eile durch die Natur spazieren, dem Vogelgesang, dem Wind in den Bäumen, dem Plätschern eines Baches, dem Summen der Insekten und der Stille lauschen. Die Aufmerksamkeit auf die Weite und den Frieden lenken, die immer da sind sobald unser Geist zur Ruhe kommt. Schauen und dabei sein, 'sich verzaubern lassen'. Offen und neugierig ohne die Dinge benennen oder bewerten zu müssen, ganz in diesem Augenblick ...

 

Baum und indischer Tempel

„Um die Welt
in einem Sandkorn zu sehen,
und den Himmel
in einer wilden Blume,
Halte die Unendlichkeit
in deiner flachen Hand
und die Stunde rückt in die Ewigkeit.“

William Blake

 

 

 

Blick vom Kampstein Richtung Hochwechsel

„Do not ask me where I am going, as I travel in this limitless world, where every step I take is my home.“

Dōgen Zenji

 

 

 

Graslandschaft mit Wolkenhimmel

Ein paar Tipps zum Umgang mit den Gedanken in der Meditation. Es geht in der Achtsamkeitspraxis nicht darum, vollkommen gedanken-frei zu werden, wir müssen die Gedanken weder loswerden und sie schon gar nicht unterdrücken. Wir lassen sie einfach da sein, ohne uns mit ihnen vollkommen zu identifizieren.

Wenn wir zum Beispiel während der Meditation unserem Atem folgen, können wir ein wenig Raum lassen und ganz wach und entspannt unsere Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen in unserem Bewusstsein aufsteigen und wieder vergehen sehen. Wir erkennen den Gedanken, denken ihn nicht weiter und kehren liebevoll zu unserem Atem zurück, offen und entspannt.

Wenn wir bemerken, dass wir uns wieder in einer Geschichte verloren haben oder am Planen sind, kehren wir geduldig und ohne Vorwurf zu unserem Atem zurück. Mit der Zeit werden die Gedanken wie von selbst 'leiser', die Lücken zwischen den Gedanken vielleicht ein wenig größer.

Wir lassen die Gedanken vorbeiziehen wie Wolken am Himmel, Gedanken kommen und gehen, alles darf so sein, wie es gerade ist. Wir müssen in der Meditation keine besonderen Erfahrungen machen, nur da ankommen, wo wir bereits sind.

 

Nebel zieht über einen Gebirgspass

 „Der Himmel tut nichts; dieses Nichts-Tun ist Würde;

die Erde tut nichts; dieses Nichts-Tun ist Ruhe.

Aus der Vereinigung dieser beiden Nichts-Tun beginnt alles Handeln.“

Zhuangzi